253 Schülerinnen und Schüler der FOSBOS im Abi-Fieber

PrüfungstagFoto (Kluge): Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten am ersten Prüfungstag (Deutsch)

Kelheim. Am Montag vor den Pfingstferien begannen an der FOSBOS Kelheim die Abschlussprüfungen zum Erwerb der Fachhochschulreife (12. Jahrgangsstufe) und fachgebundenen beziehungsweise allgemeinen Hochschulreife (13. Jahrgangsstufe).

Während die 253 angehenden Abiturientinnen und Abiturienten mit einer vier- bzw. fünfstündigen Prüfung im Fach Deutsch starteten, folgten am Dienstag von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr die Profilfächer Physik, Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen (BwR) bzw. Pädagogik/Psychologie. Am Donnerstag legten die jungen Erwachsenen dann eine dreistündige Prüfung im Fach Englisch ab.

Den Abschluss bildete am Freitag schließlich eine 180-minütige Prüfung im Fach Mathematik.

Autor: Florian Pollich, StR

Italienische Schüler zu Gast bei Freunden

Sonne in PerugiaFOSBOS-Schüler genießen – gemeinsam mit den italienischen Gastgebern – die Sonne in Perugia.

Kelheim. „È peso! È bulo!“ entfuhr es Pietro, als er die Befreiungshalle zum ersten Mal in voller Pracht sieht. Übersetzt heißt das so viel wie „wirklich cool!“ Auch Tommaso, sein Schulkamerad ist von der Architektur dieses Bauwerkes geradezu begeistert, zumal „mich die Geschichte Napoleons sehr interessiert“, ergänzt der 17-Jährige. Möglich wurde die Besichtigung im Rahmen eines internationalen Schüleraustausches zwischen der FOSBOS Kelheim und dem Istituto tecnico tecnologico statale A. Volta in Perugia.

„Bereits seit 2015 arbeiten wir mit der Schule in Italien im Rahmen des Schüleraustausches sehr gut zusammen“, berichtet die Initiatorin und Organisatorin des Austausches, StRin Marialaura Heers. So auch in diesem Schuljahr: Nachdem bereits im Februar sieben FOSBOS-Schülerinnen und -Schüler zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Perugia, Rom, Vatikanstadt und Assisi besichtigten und – untergebracht in Gastfamilien – in die italienische Kultur eintauchen konnten, folgte vor wenigen Tagen der Gegenbesuch aus Perugia.

Ergebnis Projekt
Bei der Ergebnispräsentation des Projektes über lokale Sitten, Gebräuche und Traditionen gab es die eine oder andere neue Information über die jeweilige Kultur.
 

Gastschüler begeistert von Kelheim

Natürlich war die Besichtigung der Befreiungshalle nicht das einzige Highlight des 6-tägigen Besuchs; auf die insgesamt sechs italienischen Gastschüler und ihre beiden Lehrerinnen wartete ein reichhaltiges Programm, um die bayerische Kultur näher kennenzulernen; und da hat die Kreisstadt Kelheim so einiges zu bieten: Im Rahmen einer Brauereibesichtigung, beim gemeinsamen Abendessen mit bayerischen Schmankerln in der Kelheimer Innenstadt oder etwa bei der Schulhaus- und Stadtführung zeigten sich die sechs Austauschschüler sowie die beiden Lehrerinnen tief beeindruckt. Aussagen wie „Kelheim ist malerisch schön“ oder „Es gibt viel Natur, was sehr schön ist“ unterstreichen dies.

Mittagessen
Italien meets Bayern – auch am Mittagstisch.
 

Reichhaltiges Programm

Neben der Besichtigung der Stadt Kelheim sowie Regensburg rundete ein ganztägiger Ausflug nach München sowie die gemeinsame Bearbeitung des Projektes „Lokale Traditionen, Sitten und Gebräuche“ das Austauschprogramm ab. Für Lacher sorgte Sebastiano im Bus auf der Fahrt zum Münchener Olympiagelände, als er feststellte: „Wie schön! Auf deutschen Autobahnen gibt es tatsächlich keine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung.“ Am letzten Tag des Austausches verbrachten die italienischen Schüler nochmal ganztägig bei ihren bayerischen Gasteltern, bevor sie am Folgetag – mit zahlreichen positiven Eindrücken im Gepäck – die Heimreise nach Italien antraten.

Autor: Florian Pollich, StR

Mundartförderung beginnt bei der kommenden Elterngeneration

FOS Kelheim und FOS/BOS Amberg führen gemeinsames Projekt zur Mundartförderung und zur demokratischen Werterziehung durch

Gleißenberg Foto 1Der Vorsitzende des Fördervereins Bairische Sprachen und Dialekte, Horst Münzinger, bei seinem interessanten Vortrag über die Geschichte der Bairischen Sprache.

Amberg/Kelheim. „In Bayern verwurzelt – in Europa daheim“, so lautete das Motto eines schulübergreifenden Projekts der FOS Kelheim sowie der FOS/BOS Amberg, welches Ende Februar im Schullandheim Gleißenberg umgesetzt wurde. Im Wesentlichen wurden dabei zwei Ziele verfolgt: Einerseits die Stärkung des europäischen Grundgedankens und der demokratischen Gesinnung mit Blick über den nationalen Tellerrand. Andererseits aber auch eine Besinnung auf unsere regionale Kultur, die sich nicht unwesentlich auch über unseren Dialekt definiert.

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Die Schüler der Beruflichen Oberschulen in Kelheim und Amberg mit ihren beiden Lehrkräften Andreas Fischer (rechts) und Josef Irl (links) bei ihrem Ausflug in Prag. 
 

Die Lehrkräfte Andreas Fischer (FOS Amberg) und Josef Irl (FOS Kelheim) konnten für diese Ziele einige Referenten engagieren, so dass das Programm der Woche mit verschiedenen Vorträgen und Workshops abwechslungsreich wurde. So wurden die Schüler zunächst allgemein mit den Grundwerten der Demokratie vertraut gemacht, ehe man auf EU-Ebene analysieren konnte, inwiefern die verschiedenen Organe diese umzusetzen versuchen. Konkretisiert wurde das Ganze bei einem Ausflug nach Prag unter dem Aspekt der bayerisch-böhmischen Geschichte.

 

Dialekt ist nicht schädlich, sondern eine Bereicherung für das Sprachgefühl

Besonders hervorzuheben in Bezug auf die Heimat-Thematik ist der Streifzug durch die 1500-jährige Geschichte der bairischen Sprache, den Horst Münzinger, Vorsitzender des Fördervereins Bairische Sprachen und Dialekte (FBSD), den Schülern verständlich darlegte. Dabei kam vor allem auch heraus, dass die bairischen Dialekte nicht eine minderwertige Abwandlung des Schriftdeutschen sind, sondern eine viel ältere Geschichte aufweisen und teilweise eine eigene Grammatik und eigenes Vokabular besitzen. Für die massive Bedrohung des Fortbestands der Dialekte allgemein in Deutschland seien sprachwissenschaftlich längst widerlegte Falschannahmen der 1950er-1970er Jahre verantwortlich, die noch heute nachwirken, wenn Kindern im Elternhaus oder an Schulen der Gebrauch ihrer Heimatsprache untersagt wird. Es sei mittlerweile vielfach nachgewiesen, dass die innere Zweisprachigkeit (Dialekt-Schriftsprache) förderlich für das Lernen weiterer Sprachen und das Sprachgefühl im Allgemeinen ist.

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Die Schüler der Beruflichen Oberschulen in Kelheim und Amberg beim abschließenden Tanzabend im Schullandheim Gleißenberg.
 

Schüler singen mit Gstanzln die Lehrer aus und lernen Volkstänze

Zwei weitere Höhepunkte der Woche waren der Kirwatanzkurs, gehalten von Alfred und Anita Merl aus Haselbach, und der Gstanzl-Workshop, den Evi Strehl vom Bayerischen Rundfunk übernahm. Ziel war dabei nicht eine klischeehafte Bayerntümelei, sondern die Kontaktaufnahme mit der Vielfalt der eigenen Kultur sowie der Aspekt der Geselligkeit. Insgesamt konnte also gezeigt werden, dass Heimatliebe und globales Denken kein Widerspruch, sondern vielmehr eine fruchtbare Synthese ergeben können.

Autoren: Josef Irl (BO Kelheim), Andreas Fischer (BO Amberg)

Per Satellitenbild zum "Klima-Experten"

„Germanwatch Klimaexpedition“ zu Besuch am Beruflichen Schulzentrum Kelheim

Klimaexpedition Bild 1Herr Geisler von der GermanWatch Klimaexpedition im Gespräch mit den Schülern des BSZ.

Kelheim. Dienstagmorgen, 6.50h, ein wenig Frost. Noch ist es still vor dem Beruflichen Schulzentrum in Kelheim. Doch als kurz darauf die ersten Schüler eintreffen, wundern sich nicht wenige über die in der Nähe des Haupteingangs installierte Satellitenschüssel. Verantwortlich für das neue „Inventar“ ist Michael Geisler, Astronom und Umweltbildner bei dem Projekt Geoscopia. Er ist im Rahmen der „Germanwatch Klimaexpedition“ für vier Tage zu Gast am BSZ und dafür auf Einladung der Biologie-Lehrerin Christine Linhard extra aus Bochum angereist.

Klimaexpedition Bild 2Live-Satellitenempfänger vor dem BSZ Kelheim.

Frost in Spanien, 55°C in Namibia

Zentrales Hilfsmittel seines interaktiven Vortrags ist die schon erwähnte Satellitenschüssel, mit der Live-Bilder des Wettersatelliten Meteosat eingefangen und ins Klassenzimmer übertragen werden können. So zeigt sich dann z. B. per Temperaturmessung, dass auch mitten in Spanien gerade Frost herrscht, während im Landesinneren Namibias momentan „gemütliche“ 55°C Sommertemperatur erreicht werden. Ist das normal? Oder ist das schon „Klimawandel“?

Schon sind die beteiligten Klassen mittendrin in einer oft lebhaft geführten Diskussion, was dieses oft, für manche Geschmäcker vielleicht zu oft zitierte Wort vom „Klimawandel“ denn konkret heißt. Was bedeutet es für die Menschen weltweit und im Detail für uns, wenn die Erde sich „im Durchschnitt“ um 2 oder sogar 3°C erwärmt? Welche Auswirkungen sind schon jetzt spürbar – in Holland, in Amerika, am Nordpol? Was erwartet uns in Zukunft? Wird unsere Trinkwasserversorgung im Alpenraum noch funktionieren, wenn die Gletscher in den Bergen endgültig weggeschmolzen sind? Kann man dem prognostizierten Meeresspiegel-Anstieg, den vermehrten Wirbelstürmen, Erdrutschen und Dürre-Ereignissen noch gegensteuern?

Viele Fragen, viele Antworten – und viele Bilder und Grafiken, die das Gesagte eindrucksvoll untermalen. Die Doppelstunde Hintergrundwissen in Sachen Klima, Klimapolitik und Klimawandel vergeht wie im Nu, denn Herr Geisler bringt mit seiner Schlagfertigkeit, gewürzt mit entsprechendem „Ruhrpott-Slang“, die Schüler der 12. und 13. Klassen FOSBOS gekonnt zum Nachdenken.

„Fangt bei euch an, was zu ändern!“

„Nicht ihr seid schuld daran, dass wir heute schon so weit sind. Ich gehör‘ zu den „Alten“, die das alles vermasselt haben. Aber schon eure Generation muss die Folgen ausbaden, nicht erst eure Kinder.“ Solche Aussagen ließen so manchen – Zitat – „richtig fertig“ zurück. Herr Geislers Antwort darauf: „Nein, ihr sollt jetzt nicht alle heimgehen und jammern: oh, jetzt werden wir alle sterben. Auch im Kleinen kann man was erreichen. Fangt bei Euch an, was zu ändern!“

Aufzurütteln, zum kritischen Hinterfragen anzuregen, Hintergründe besser zu verstehen – diese Ziele hat die „Klimaexpedition“ bei den Zuhörern bestimmt erreicht – einer der kleinen Schritte auf dem Weg zu einem allgemeinen Umdenken im Umgang mit unserer Erde, die so dringend nötig sind, wie die Schülerinnen und Schüler der FOSBOS erfahren haben.

Autor: Christine Linhard, StRin

Vortrag zum Turiner Grabtuch am BSZ Kelheim

Authentisches Wunder oder geniale Fälschung?

Turiner Grabtuch Bild 1Gespannte Zuhörer beim Vortrag von OStD Günter Jehl.

Kelheim. Die 12. Klassen der Fachoberschule Kelheim hatten am Mittwoch, den 17. Januar 2018 die Möglichkeit, sich einen interessanten Bericht über das Turiner Grabtuch und die Frage, ob es sich dabei um ein authentisches Wunder oder eine geniale Fälschung handelt, von OStD Günter Jehl aus Amberg anzuhören.

Turiner Grabtuch Bild 2

Zu Beginn begrüßte der StR Josef Irl den Referenten und leitete den Vortrag kurz ein. Anschließend erklärte der Referent, dass es sich bei diesem Tuch um ein hochwertiges Leinentuch mit den Ausmaßen 4,30 m mal 1,10 m handelt. Danach begann er die Gründe, warum er sich mit dem Turiner Grabtuch beschäftigt und weshalb er sich ein Faksimile - das heißt eine 1:1-Kopie - anfertigen hat lassen, vorzutragen. Er legte dar, dass er kein Theologe sei, sondern Lehramt in zwei naturwissenschaftlichen Fächern studiert hat, jedoch in ihm im Laufe der Jahre ein großes Interesse am Grabtuch von Turin gewachsen sei.

In seinen Ausführungen erörterte Jehl nun Fragen zum Entstehungsdatum des Tuches, zur Person, welche auf dem Grabtuch zu sehen ist, und zur Entstehung des Abdrucks auf dem Tuch generell. Um diese Fragestellungen mit Fakten zu unterfüttern, gab er den Schülern einen historischen Rückblick auf die bekannte Geschichte des Turiner Grabtuches und berichtete dabei von der Faszination, die bei Wissenschaftlern aus allen Fachrichtungen für das Tuch besteht. So erläuterte er beispielsweise, dass sich Wissenschaftler aus ganz unterschiedlichen Disziplinen mit dem Grabtuch beschäftigt haben und auf höchst interessante Ergebnisse gekommen sind. Darunter fallen der Befund von Pollen, die nur in der Gegend von Jerusalem vorkommen, und die Aussage von Gerichtsmedizinern, dass die abgebildete Person sowohl gekreuzigt als auch gegeißelt wurde und auf brutale Weise gestorben ist. Jedoch gibt es auch eine Untersuchung des Grabtuches mithilfe der Radiokarbonmethode, die das Grabtuch auf eine Entstehungszeit im 14. Jahrhundert nach Christus datiert.

Dieses Ergebnis wird jedoch mittlerweile zum Teil angezweifelt, da sehr viele andere wissenschaftliche Ergebnisse auf ein wesentlich höheres Alter schließen lassen. Ein anderes Indiz, das laut dem Referenten für die Authentizität des Grabtuches spricht, ist die Übereinstimmung zwischen den wissenschaftlichen Befunden und dem Johannesevangelium. Günter Jehl stellte aber auch heraus, dass es noch viele ungeklärte Fragen bezüglich des Grabtuches gibt. Die Tatsache, dass die kirchlichen und biblischen Überlieferungen und viele wissenschaftliche Ergebnisse in weiten Teilen übereinstimmen, lässt jedoch folgende Schlussfolgerung zu: Beim Turiner Grabtuch könnte es sich um ein authentisches Zeugnis des Todes Jesu Christi handeln. Nichtsdestotrotz ließen sich letzte Zweifel nicht ausräumen. Ob man an die Echtheit des Tuches glaubt, bleibt eine Glaubensfrage, schloss Jehl.

Im Namen des Beruflichen Schulzentrums Kelheim bedankte sich StR Josef Irl für die spannenden und differenzierten Ausführungen zu einem der am meisten untersuchten Gegenstände der Wissenschaftsgeschichte und überreichte ein kleines Präsent an den Referenten.

Autor: Andreas Seidl, FT12A

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