Zu Gast bei einem Weltkonzern – Kelheimer Bankklasse besucht Hauptversammlung der BMW AG

Die Klasse KBa 11 mit ihren Lehrkräften bei der 99. Aktionärshauptversammlung der BMW AG in München.

Kelheim/München. Ein Kursverlust von etwa 25% gegenüber dem Vorjahr, weniger Gewinn, Proteste von Klimaaktivisten, Milliarden-Rückstellungen aufgrund einer drohenden Kartellstrafe und ungewisse Zukunftsaussichten. Die Münchner Konzernführung stellte sich am Tag der 99. Aktionärshauptversammlung in der Olympiahalle den kritischen Fragen der rund 5.000 erfolgsverwöhnten Anteilseigner. Mitten unter ihnen waren auch 17 interessierte Bankauszubildende der 11. Jahrgangsstufe der Berufsschule Kelheim mit ihren Lehrkräften Maria Auer und Hans-Jürgen Nadler.

Den beiden Lehrern liegt viel daran, den behandelten Unterrichtsstoff auch außerhalb des Klassenzimmers erlebbar zu machen. Und so konnten sich die Schüler selbst davon überzeugen, dass die aus der Theorie bekannten Themen wie etwa die Ausgabe von Belegschaftsaktien, die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern, die Gewinnverwendung oder die Dividendenausschüttung viel diskutierte Aspekte darstellten.

Auch historische BMW-Modelle, wie der 8er, waren in der Olympiahalle zu bestaunen.
 

Obwohl Vorstand und Aufsichtsrat erfolgreiche Zahlen präsentieren konnten, wie etwa

- einen Bilanzgewinn von über 2,3 Milliarden Euro,

- Investitionskosten von knapp 7 Milliarden Euro

- oder 2,5 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge weltweit,

prangerte Daniela Bergdolt Vizepräsidentin der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz an, dass BMW sich zu lange auf einer Position der Stärke ausgeruht hat und damit die Vorreiterrolle in der E-Mobilität abgegeben hat.

Der Vorstandsvorsitzende des Automobilriesen entgegnete der Kritikerin, dass BMW gerade bei der Frage der Antriebstechnologie bewusst nicht nur auf Elektrofahrzeuge setzt. „Wir wollen bei allen Antriebstechnologien flexibel bleiben“, betonte Krüger. „Denn niemand kann vorhersagen, wie zügig die E-Mobilität vorankommt und welche Antriebstechnologie sich durchsetzt.“

Seit 2000 werden Rolls-Royce Automobile von einer dafür gegründeten BMW-Tochter produziert.

Dass bei den Auszubildenden nicht nur die fachlichen Diskussionen im Mittelpunkt des Interesses standen, war angesichts der zahlreich ausgestellten PKW-Modelle, wie zum Beispiel dem iNEXT, der 2021 auf den Markt kommen soll, nicht verwunderlich.

Nach einer ausgiebigen Stärkung am Buffet, bei der sich die angehenden Bankkaufleute über das Erlebte austauschten, traten die Kelheimer zufrieden und beeindruckt ihre Heimreise an.

Autor: Hans-Jürgen Nadler, StR

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