Der richtige Umgang mit Videogames

Matthias J. Lange während seines Vortrags.

Kelheim. Auf Einladung von StR Josef Irl war am 5. Dezember 2019 im Rahmen der Mediensuchtprävention der Experte Matthias J. Lange an der Staatlichen Fachoberschule in Kelheim zu Besuch. Der Fachmann für den richtigen Umgang mit Videospielen gab den Jugendlichen der 12. Jahrgangsstufe einen umfassenden Einblick in die Welt der Videogames.

In der ersten Reihe sitzen die Organisatoren des Vortrags, Juliane Gröger (Hanns-Seidel-Stiftung) und Josef Irl (Berufliches Schulzentrum Kelheim).

Lange ist selbständig und leitet das Unternehmen „Redaktion 42“. Die Firma ist im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Online-Medien tätig. Zunächst verdeutlichte er den Schülern, dass Videospiele spätestens seit den 2010er Jahren einen milliardenschweren Umsatzmarkt einnehmen. So wurde 2018 mit Videospielen ein größerer Umsatz erwirtschaftet als mit Kinofilmen. Musik, Bücher und sogar ganze Konzerte sind heutzutage auf diese Spiele abgestimmt.

Die ganze Präsentation über veranschaulichte Lange seine Fakten mit zahlreichen Bildern und Kurzvideos, zum Beispiel von den ersten Videogames, die auf dem Markt kamen. Durch die ständige Verbesserung von Grafik und Sound wird den Jugendlichen ermöglicht, durch Videospiele in eine komplett andere Welt einzutauchen und sich mit den Charakteren der Spiele zu identifizieren. Sie schlüpfen in die Rolle ihrer Spielcharaktere, wobei die Gefahr darin liegt, dass viele diese Welt nicht mehr von der Realität unterscheiden können. Videospiele schaffen virtuelle Räume, in denen man sich mit fremden Personen austauschen kann. Worauf es hier ankommt, ist, nicht zu viel von sich Preis zu geben, da es sonst auch gefährlich werden kann.

Besonders großen Wert legte Lange auch auf das Thema Jugendschutz und stellte den Schülern hierbei auch mehrmals die Frage, wo die Grenze bei diesem Thema liege. Er zählte auch verschiedene Aspekte auf, an Hand derer man erkennen kann, dass eine Person abhängig von Videospielen ist; beispielsweise das Zurückziehen aus dem realen Leben oder Depressionen und Aggressionen. Lange appellierte auch an die Schüler, im eigenen Bekanntenkreis Problemfälle anzusprechen und Spielsucht als eine reale Krankheit anzusehen, die mit Alkoholismus oder Drogensucht gleichzustellen ist. Jedoch sei es auch wichtig, nicht zu pauschalisieren; denn nicht jeder, der Videogames häufig spielt, ist abhängig.

Auf die Frage nach seinem eigenen Fazit sagte Lange: „Die Videogames sind heutzutage ein Teil unserer Gesellschaft und gewissermaßen auch eine Form von Kulturgut. Natürlich macht immer die Dosis das Gift und gerade die Eltern sind dazu verpflichtet, zu wissen, was das Kind bzw. der Jugendliche spielt. Altersfreigaben sind sehr wichtig und müssen unbedingt eingehalten werden. Das Stichwort ist ganz klar die eigene Medienkompetenz.“

Einige Schüler der zwölften Klassen bestätigten außerdem, dass der Vortrag sehr interessant war, da Videogames ein sehr spannendes Thema sind und die Probleme gerade in der Jugendgeneration sehr aktuell sind. Man habe viel gelernt und kenne jetzt auch die gefährliche Seite von virtuellen Spielen.

Autor: Hannah Dachs, Emilia Stark, FS12a

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