Schüler des Beruflichen Schulzentrums Kelheim überzeugen beim bundesweiten Start-up-Wettbewerb „Jugend gründet“

Team von links nach rechts: Shayeq Faqiri (FW12a), Tobenna Agwunobi (FW12a), Metin Usta (FW12a), Ali Kassemi (BW12), Wasiq Rustamzada (FW12a)

KELHEIM/MÜNCHEN. Große Bühne für eine Idee aus dem Klassenzimmer: Schüler der Klassen BW12 und FW12a des Beruflichen Schulzentrums Kelheim haben beim bundesweiten Wettbewerb „Jugend gründet“ mit ihrer Geschäftsidee „SkintoSkin“ einen beeindruckenden Erfolg erzielt. Nach der erfolgreichen Businessplan-Phase wurden sie zum Pitch-Event nach München eingeladen – und erreichten dort den dritten Platz.

Der Wettbewerb „Jugend gründet“ ist ein bundesweiter Online-Wettbewerb für Schülerinnen, Schüler und Auszubildende rund um Innovation und Unternehmensgründung. Er soll junge Menschen dazu ermutigen, eigene Ideen zu entwickeln und wirtschaftliche Zusammenhänge praktisch zu verstehen. Dabei stehen neben wirtschaftlichem Wissen auch Zukunftskompetenzen wie Kreativität, Teamarbeit, Eigenverantwortung und Durchhaltevermögen im Mittelpunkt. Das Motto lautet: „Chancen erkennen. Zukunft gestalten.“

Am BSZ Kelheim entstand das Projekt im Wahlpflichtfach „Wirtschaft aktuell“ unter der Leitung von Oberstudienrat Michael Hölzlberger. Ziel des Schulprojekts war es, eine innovative Geschäftsidee zu entwickeln und diese im Rahmen eines Businessplans auszuarbeiten. Neben der Produktidee mussten unter anderem Vision, Zielgruppen, Marketingstrategie und Kostenplanung ausgearbeitet werden.

Idee aus persönlichem Schicksal

Die Kelheimer Schüler entwickelten im Rahmen des Projekts die Geschäftsidee „SkintoSkin“. Der Name bezieht sich auf den ersten Moment nach der Geburt, wenn ein Baby direkt auf die Haut der Eltern gelegt wird – ein Moment von Nähe, Wärme und Vertrauen. Die Idee dahinter: ein smartes, sanftes Vitalpflaster für Babys, das wichtige Gesundheitsdaten misst und Eltern frühzeitig vor möglichen Risiken warnen kann. Die Inspiration für das Projekt entstand aus einer persönlichen Erfahrung im Umfeld des Teams. In einer Familie der Beteiligten war ein Baby am plötzlichen Kindstod gestorben – ein Ereignis, das die Jugendlichen tief bewegte. Aus diesem Schicksal heraus wollten sie eine Lösung entwickeln, die Eltern mehr Sicherheit geben kann.

Das Gründerteam „SkintoSkin“ überzeugt mit einer kreativen Präsentation und erreicht damit den 3. Platz.

Das Gründerteam besteht aus Ali Kassemi (BW12), Shayeq Faqiri (FW12a), Metin Usta (FW12a), Tobenna Agwunobi (FW12a) und Wasiq Rustamzada (FW12a). Die Schüler beschreiben sich selbst als sehr unterschiedliche Persönlichkeiten – extrovertiert, ehrgeizig und multikulturell geprägt. Verbunden sind sie durch eine lange Freundschaft, da sie gemeinsam in Mainburg aufgewachsen sind.

Unter den besten zwei Prozent deutschlandweit

In der Businessplan-Phase des Wettbewerbs erreichte das Team 1.550 von maximal 2.000 Punkten. Damit gehörten sie zu den 30 besten Teams von insgesamt 1.461 eingereichten Businessplänen – also zu den besten zwei Prozent deutschlandweit. Diese Platzierung brachte ihnen die Einladung zum Pitch-Event nach München ein. Dort mussten die Schülerinnen und Schüler ihre Geschäftsidee in nur drei Minuten vor einer hochkarätigen Jury präsentieren, gefolgt von weiteren drei Minuten für Fragen. Zu den Juroren gehörten Vertreter renommierter Unternehmen und Organisationen, unter anderem aus der Start-up- und Unternehmenswelt.

Kreativer Pitch mit starker Botschaft

Für ihren Auftritt hatten sich die Jugendlichen etwas Besonderes überlegt: Sie trugen eigens gestaltete T-Shirts mit einem Herzsymbol und einer Aussparung in Form einer weißen Hand. Am Ende des Pitches hielten sie ihre rot bemalte Hand in diese Aussparung und vervollständigten damit das Herz. Am Ende der Präsentation drehten sich die Teammitglieder um und enthüllten gemeinsam den auf mehrere Rücken aufgeteilten Slogan ihres Produkts: „Weil jedes Herzschlagen zählt.“ Zusätzlich präsentierten sie einen mit dem 3-D-Drucker gefertigten Demonstrator ihres Baby-Vitalpflasters. Die kreative Präsentation überzeugte die Jury und das Team belegte den dritten Platz. Laut Jury sei es ein sehr knappes Rennen um die Spitzenplätze gewesen.

Blick Richtung Bundesfinale

Neben der Präsentation bot das Event den Schülern auch die Möglichkeit zum Networking mit Start-up-Förderern und Experten aus der Gründerszene. Der Wettbewerb ist für die Kelheimer Nachwuchsgründer aber noch nicht beendet: In der nächsten Phase steuern sie im Start-up-Planspiel ein virtuelles Unternehmen und können weitere 2.000 Punkte sammeln. Sollten sie am Ende zu den Top 10 Teams Deutschlands gehören, dürfen sie beim Bundesfinale in Stuttgart antreten.

Für die Schüler des Beruflichen Schulzentrums Kelheim ist der Erfolg bereits jetzt eine besondere Erfahrung – und vielleicht sogar der erste Schritt in eine echte Gründungskarriere.

Autorin: Simone Mittermeier, StRin

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